Die Freude der Menschen


An einen Tag erinnere ich mich noch genau. Es war richtiges Schmuddelwetter, Regen und Wind von allen Seiten, ich war erst seit Kurzem auf dem Yamagishi Hof und bei den Hühnern beschäftigt. Ich hätte mir schon „schöneres“ Wetter gewünscht, aber wenn man an die Tiere denkt, macht man ja ohne zu überlegen manches, was man sonst lassen würde.Bei uns wohnen auch einige Gänse, die den Tag durch selber entscheiden ob sie draussen oder im Stall sind. Dieses „schlechte“ Wetter muss ihnen gefallen haben, denn sie waren draussen, so wie ich. Ich bemerkte: denen gefiel das richtig. Sie schienen so eine Freude, so einen Plausch zu haben, und genossen dieses Wetter richtig. Sie schnatterten und frassen und watschelten hierhin und dorthin, neugierig und fröhlich und wenn ein neuer Mensch dazu kam oder sonst etwas passierte, reklamierten sie Lauthals, wie es Gänse eben machen — aber auf jeden Fall — nichts von dieser Schlechtes-Wetter- SchIechte—Stimmung—Sache, die ich mir angewöhnt hatte. Da entstand in mir ein Moment, wo alles ganz leicht wurde. Es war so etwas wie ein Versuch die Gänse mit dem Herzen zu sehen, ein Versuch, sie zu verstehen, ohne zu wissen aber voller „Gwunder“. Ich dachte, wieso mache ich es eigentlich nicht wie diese Gänse? Die Gänse sind ja nicht nur fröhlich, wenn es regnet, nein, auch im Sonnenschein, wenn es windet, im Winter und in der Hitze — ihnen gefällt es einfach immer. So scheint es. Ganz sicher kann man ja nicht sein, denn Gänse sind Gänse und wie könnte man die als Mensch ganz verstehen? Aber es schien so zu sein. Und ich entschied mich, es so zu machen wie diese Gänse. Einfach Freude zu haben am Leben, unabhängig vom Wetter und all den anderen Umständen. Und seither, wenn mir irgendeine Laus über die Leber gelaufen ist, oder etwas Unerwünschtes passiert ist, wenn beim Autofahren die Barriere gerade vor der

Nase runter geht oder ein Missverständnis mit einem Mitmenschen, dann denk ich an diese Gänse, die doch dieselben Umstände haben wie alle — aber kein Theater draus machen — nur das Leben geniessen. Und das Leben wurde leicht. Mittlerweile bin ich nicht mehr bei den Hühnern und Gänsen, sondern ich fahre mit unseren Produkten zu Ihnen liebe Kunden, Woche für Woche. Diese tiefe, ruhige, fröhliche Lebensfreude, die, wie ich denke in jedem Menschen, jedem Tier, jedem Kirschbaum, in der Sonne und den Wolken und einfach überall steckt - diese Lebensfreude, die einfach da ist, nicht zuzuschütten mit Alltäglichem, mit negativen Gedanken, Ablehnung etc. sondern die Freude zu kultivieren und zu verbreiten —- das ist mein Beweggrund, deshalb komme ich mit unseren

Produkten Woche für Woche zu ihnen. Diese Freude, davon bin ich überzeugt, steckt auch in der Aprikosen- und Himbeerkonfitüre, die ich heute zusammen mit zwei Freunden auf dem Yamagishi Hof gemacht habe und in den anderen Produkten, die wir im Auto dabeihaben. Schmecken sie die Freude im Schnittlauch? In der Bratwurst? Im Brot? Im Caramelchöpfli? Eine Welt, in der alle Menschen glücklich sein können, unabhängig von den Umständen, die ist mein Ziel. Seit dem ich am Tokkoh war (www.tokkoh.ch) sehe ich immer mehr, wie das wirklich möglich ist. Es kann nicht mehr lange dauern, bis es soweit ist.  

Alex Bieri

Ein Besuche, eine Hofführung und Praktika sind nach Absprache immer möglich.

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