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Antje Heinss


Ich heisse Antje Heinss.  Ich bin in Mecklenburg (Ostdeutschland) aufgewachsen. Während meiner Studentenzeit in Dresden kam mir immer mehr die Frage, wie ich mein Leben brauchen möchte, für was mich einsetzen…. Es gab so viele engagierte Gruppen:  für Frauen, für Radfahrer,  gegen Hunger,  für Ausländer,  gegen Diskriminierung,  für Frieden, für  psychisch Kranke…

Von meinem Bruder erfuhr ich von dem Tokkoh-Kurs. Dort hatte ich Gelegenheit mich selber kennen zu lernen, genauer zu sehen ,  wie ich leben will.

Nach dieser Woche fühlte ich mich frisch und voller Energie. Ich musste nicht für oder gegen etwas sein…. sondern konnte jeden Augenblick voll leben, erleben, zuhören.

In den Semesterferien habe ich Kinderparadiese mit betreut. Das sind Ferienwochen im Yamagishi-Dorf, in denen die Kinder miteinander Freundschaft erleben, auch zu Tieren, Pflanzen, zum Essen, Putzen…. einfach zu echten Dingen.

Besonders hat mich das Miteinander der Betreuer beeindruckt. Da ging es nicht darum, wer jetzt Recht hat, wer es besser kann…., sondern nur,  welche Umgebung wir schaffen, damit die Kinder wachsen können.

Ich ging für ein halbes Jahr nach Japan, um das Leben in den Yamagishi-Dörfern kennen zu lernen, aber auch um zu sehen, was ich beitragen kann für eine friedliche Welt.

Vieles beeindruckte mich in diesen Dörfern, in denen verschiedene Menschen als eine Familie zusammen Leben,  mit den Alten Menschen mittendrin, einer gemeinsamen Kasse….obwohl ich kein Wort versstand,  war ich ein Teil von diesem Dorf.

Jetzt lebe ich seit 16 Jahren auf so einem Yamagishi-Hof. Ich fahre 3-mal in der Woche  mit unseren Produkten zu den verschiedenen Familien, manchmal arbeite ich in der Metzgerei, mache Konfitüre…. oder was es sonst so braucht.

Ich sehe immer mehr die Auswirkungen von meinen Gedanken, meinem Handeln… Wenn ich mit Abneigung  oder schlechten Gefühlen lebe, bereitet sich das aus und nicht nur meine Welt sieht eng und dunkel aus.